SOMMERFELD-ENTWICKLUNG
Für sehr tiefe Temperaturen weicht die Fermi-Dirac-Verteilung nur in einem kleinen Bereich um
merklich von der Verteilung für
ab. Diese Tatsache benutzt man, um eine Tieftemperaturentwicklung für Größen wie
herzuleiten.
Sei
eine beliebige Funktion mit einer Stammfunktion

soll die Fermi-Dirac-Verteilung
bezeichnen.
Das Integral über das Produkt aus n und f (wie es auftaucht bei der Berechnung der obengenannten thermodynamischen Größen) kann mit partieller Integration wie folgt umgeformt werden:

Der erste Term auf der rechten Seite verschwindet, weil an der oberen Grenze n und an der unteren Grenze F gleich Null wird.
Die unter dem Integral auftauchende Ableitung der Fermi-Dirac-Verteilung ist
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Da
auf einen kleinen Bereich um
konzentriert ist, kann man F um
entwickeln:

mit

Da es sich bei
um eine gerade Funktion handelt, verschwinden alle Integrale, in denen der Faktor
eine ungerade Potenz j hat. Für gerades j ergibt sich:

Damit lauten die ersten Terme der Sommerfeldentwicklung:

Um mit Hilfe dieser Entwicklung die Energie E(T) und die Wärmekapazität eines idealen Fermi-Gases für
zu bestimmen, muß man zuerst die Abhängigkeit des chemischen Potentials von der Temperatur kennen:

Weil das chemische Potential für
nur wenig von der Fermienergie abweicht, kann man die rechte Seite nach der Differenz
entwickeln:

Nach Definition von
ist das erste Integral auf der rechten Seite gleich N, so daß sich ergibt:

Falls also (wie beim freien Elektronen-Gas in 3D) die Zustandsdichte an der Fermikante ansteigt (
), so fällt
bei wachsender Temperatur unter den Wert
.
Dieses Ergebnis benutzt man, um E(T) für
zu berechnen:

(Im letzten Schritt wurde der oben hergeleitete Ausdruck für
benutzt)
Die Wärmekapazität
für ein ideales Fermi-Gas wächst bei tiefen Temperaturen linear mit T:
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